
Die alpintouristische Erschließung des Toten Gebirges beschränkte sich vorerst auf den Süden, Osten und Westen.
Erzherzog Johann war einer der ersten, der im Toten Gebirge Gipfel erklomm. 1810 bestieg er mit seinen Begleitern von Südwesten her den Großen Priel. Eine Plateauwanderung fühte ihn in das Gebiet der heutigen Pühringerhütte.
Ein Jahrzehnt später wagte sich Erzherzog Ludwig von Österreich über die Brotfallscharte auf den Großen Priel. Ihm folgten weitere wichtige Erschließer wie F.C. Weidemann und A. Schaubach.
Ein verdienstvoller Erforscher des Toten Gebirges war auch der Geologe Georg Geyer, der 1878 eine Monographie über das Tote Gebirge veröffentlichte und 1875 das Rotgschirr und 1879 den Schermberg erstmals touristisch erstieg.
Viele Erstbegehungen fanden in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts statt, doch erfolgten sie fast ausschließlich vom Stodertal und dem Ausseerland.
An der systematischen Erschließung des Almtales und des Toten Gebirges von Norden war Sepp Huber, Vorstandsmitglied der 1882 gegründeten Sektion Wels, maßgeblich beteiligt. Er erstieg zahlreiche Gipfel und war ausschlaggebend daran beteiligt, dass Aufstiege von Norden auf das Karstplateau geschaffen wurden: der Grießkarsteig und der Anstieg von der Hetzau.
Sepp Huber setzte sich auch für die Errichtung von Schutzhütten ein und führte zähe Verhandlungen mit den Grundbesitzern. 1920 konnte schließlich die Welser Hütte eröffnet werden. Bereits ein Jahr später wurde von der Sektion Wels ein Jagdhaus in der Hetzau gepachtet - das Almtaler Haus.
Mit der Errichtung des über den Röllsattel führenden "Sepp-Huber-Steigs" im Jahr 1921/22 und der Eröffnung der Pühringer Hütte im Herbst 1927 folgten weitere wichtige Schritte für die Erschließung des Arbeitsgebiets der Sektion Wels.
Als schließlich am Grünauer Kasberg die heutige Sepp-Huber-Hütte gepachtet und umgebaut wurde, war die Errichtung der Infrastruktur für den Alpintourismus an der Nordseite des Toten Gebirgesund seiner Vorberge abgeschlossen.
Doch es gab immer noch zahlreiche unerschlossene Gipfel und Routen abseits der bereits bestehenden Wege. Besonders R. Damberger war maßgeblich an der Begehung von neuen Kletterrouten beteiligt.
Die folgenden Jahrzehnte waren geprägt von einer regen Erschließung neuer Anstiege. Besonders aktiv war die Alpine Gilde "D'Schermbergler", die 1930 gegründet wurde. Ihr Name ist vom Schermberg abgeleitet, einem beliebten Kletterberg mit einer mächtigen Nordwand, die erstmals durch Sepp Huber über den Welser Weg und den Linzer Weg durch R. Damberger im Jahr 1920 bestiegen wurde.
Die Gründung dieser Gilde, die der Sektion Wels angehört, erfolgte nach der erfolgreichen Erstbesteigung der Almtalerköpfl-Nordwand 1930.
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